Infektionskrankheiten sind eine ständige Herausforderung für Gesundheitssysteme und Bevölkerungen weltweit. Um diese akuten Probleme in Zukunft besser meistern zu können, insbesondere als Folge der Corona-Pandemie, wurde im Jahr 2022 das Modellierungsnetz für schwere Infektionskrankheiten (MONID) ins Leben gerufen. Im Januar 2026 startete MONID in die zweite Förderphase. Das Modellierungsnetz vereint sieben neue Projekte, die vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert werden und die verschiedenen Fragestellungen im Zusammenhang mit Diagnose, Modellierung, Behandlung und Prävention von Infektionskrankheiten bearbeiten werden. Im Gegensatz zur ersten Förderperiode stehen neben respiratorischen auch durch Vektoren, z.B. Zecken oder Mücken, übertragbare Krankheiten im Fokus. Das Ziel des Netzwerks ist unter anderem der Auf- und Ausbau von Modellierungsexpertise in Deutschland sowie die Weiterbildung von Nachwuchswissenschaftler:innen.
Am 16. und 17. Februar 2026 fand an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ein Auftakttreffen mit den Koordinatoren der zugehörigen Konsortien statt, welches von der übergeordneten Koordinierungsstelle organisiert wurde. Dabei wurden die Projekte ADAPTI_M, COMPANION, DREAM_EP, EPISERVE, HABITRACK, TwinChain und VBD_MODE präsentiert, eine Geschäftsordnung vorgestellt, übergreifende Arbeitsgruppen gebildet und weitere gemeinsame Aktivitäten geplant. Die sieben Forschungsverbünde bilden gemeinsam ein interdisziplinäres Netzwerk, das Forschungsergebnisse austauscht und diskutiert, Methoden koordiniert und als Ansprechpartner für politische und gesellschaftliche Entscheidungsträger:innen agiert. Die erste große gemeinsame Veranstaltung der 2. Förderperiode steht auch schon direkt vor der Tür: die mittlerweile 4. MONID Konferenz zur Modellierung von Infektionskrankheiten, die 20-22. Mai 2026 in der Leopoldina in Halle (Saale), Germany stattfindet.
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©Tetiana_Bilous/MONID