DREAM-EP
Datengestützte Reaktionsfähige Epidemieanalyse und Multiskalenmodellierung für die EPidemievorsorge
Projektinhalte und Ziele
DREAM-EP untersucht die Wechselwirkungen zwischen Infektionsdynamik, menschlicher Mobilität, Verhalten und gesellschaftlichen Reaktionen. Das Projekt entwickelt ein adaptives Modellökosystem, das hochauflösende Daten zu Kontaktnetzwerken, Virusentwicklung, Mobilitätsströmen und globalem Flugverkehr integriert.
Ziel: kritische Veränderungen frühzeitig zu erkennen, die Vorhersagegenauigkeit zu verbessern und effektivere Reaktionen bei zukünftigen Atemwegspandemien zu ermöglichen.
Projektaufbau
AP1: Räumliche Struktur und Reaktionsfähigkeit (Wie verändern sich räumliche Mobilitätsnetzwerke infolge einer Epidemiebekämpfung, wie hängen sie vom Maßstab ab und wie beeinflussen sie die Pandemie?)
AP2: Hochauflösende Daten. Soziale Kontakte und klinische Daten (Wie beeinflussen mikroskalige Kontaktnetzwerke und klinische Ergebnisse gemeinsam die Krankheitsdynamik unter verschiedenen sozialen Verhaltensweisen und Interventionen?)
WP3: Kausale Inferenz (Welche kausalen Zusammenhänge bestehen zwischen Krankheitsdynamik, Information, Verhalten und Eindämmungsmaßnahmen, und wie lassen sich diese quantifizieren?)
WP4: Systemmodellierung (Wie lassen sich optimale Modellarchitekturen zur Vorhersage der Krankheitsdynamik entwerfen, implementieren und bereitstellen, die zugrunde liegende strukturierte, reaktive und multiskalige Netzwerke erfassen?)
WP5: Variantendynamik (Welche allgemeinen Prinzipien definieren die Evolution viraler Phänotypen, wenn sich das Virus in multiskaligen, netzwerkstrukturierten Wirtspopulationen entwickelt, und wie beeinflusst dies die Krankheitsdynamik?)
WP6: Prädiktive Multiskalenmodellierung (Kombination der WP1–5 zur Entwicklung eines schnell einsetzbaren, skalierbaren und reparametrisierbaren Frameworks zur Modellierung schwerer Atemwegserkrankungen in Deutschland.)
Projektverantwortliche und -partner
Institution | Beteiligte Partner:innen |
Technische Universität Dresden | Prof. Dr. Dirk Brockmann |
Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) | Prof. Dr. Thilia Gross |
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg | Prof. Dr. Bernd Blasius |
Charité-Universitätsmedizin Berlin | Prof. Dr. Christian Drosten |
Freie Universität Berlin | Prof. Dr. Vitaly Belik |
Universität des Saarlandes | Prof. Dr. Thorsten Lehr |
- Forschung